Körperscan – Ein Körper, den du nicht erklärst

✨ Nicht wissen. Nur spüren.

Dein Körper spürt. Du auch? Im Kapitel über den Körperscan geht es nicht um Entspannungstechnik – sondern um Rückkehr. Zum Spüren. Zum Dasein. Nicht als Beobachter. Sondern von innen.

Diese Seite lädt dich ein, einen Körperscan zu erleben, der kein Werkzeug ist – sondern Wegweiser.

🧘 Praxis: Körperscan (2–5 Minuten)

Ort: Sitzen, Liegen oder Stehen – wichtig ist: präsent sein. Kein Ziel.

  1. Spür deinen Kontakt zur Unterlage: Füße, Becken, Rücken.
  2. Wandere langsam durch den Körper – von unten nach oben.
  3. Spür Wärme, Kälte, Ziehen, Druck – oder Leere.
  4. Wenn du nichts fühlst: bleib da. Vielleicht meldet sich etwas.
  5. Keine Bewertung. Kein Kommentar. Nur Dasein.

Mini-Frage: Wo im Körper bist du gerade am deutlichsten anwesend?

🧠 Spürwissen: Körper, Nervensystem & Nichtwissen

Der Körperscan ist keine Kontrolle – sondern Beziehung. Dein Nervensystem lernt wieder, sich zu orientieren – nicht über Gedanken, sondern über Kontakt.

In der Körperpsychotherapie spricht man von „interozeptiver Orientierung“: die Fähigkeit, aus dem Körper heraus zu wissen, was jetzt stimmt. Dafür braucht es nicht Analyse, sondern Präsenz.

Das Kapitel im Buch sagt: „Du musst nicht wissen, was du fühlst. Aber du darfst da sein, wo es fühlbar ist.“

🎧 Audioanleitung (optional)

Geführter Körperscan (MP3) – 5 Minuten mit Stimme & Stille. Keine Entspannung, sondern Rückkehr in den Körper.

📚 Weiterführende Links

Wissenschaftliche Einordnung: Der Body Scan stärkt deine Fähigkeit zur *Interozeption* – der Wahrnehmung innerer Körpersignale. Der Artikel von Spektrum zeigt:
• Die Insula verarbeitet Signale von Herz & Darm – und formt aus körperlicher Wahrnehmung Emotion.
• Je stärker deine interozeptive Achtsamkeit, desto besser gelingt Stress- und Emotionsregulation.
• Das Spüren im Körper hilft, automatische Angst- oder Rückzugsreaktionen zu entschärfen.

🌙 Poetischer Ausklang

Du brauchst keinen Plan.
Nur einen Ort in dir, der fühlt.
Vielleicht deine Ferse.
Vielleicht dein Rücken.
Vielleicht das Nichts zwischen zwei Atemzügen.
Und wenn du dort bleibst,
spricht dein Körper – ohne Sprache. Nur als Antwort.
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