Tantrik Yoga beginnt nicht auf der Matte. Er beginnt in dem Moment, in dem du bemerkst, dass du da bist.
Atme jetzt aus. Lass den Atem einfach enden.
Bevor der nächste beginnt, ist es kurz offen. Dort fängt es an.
Wer auch immer du bist, wenn du hierher kommst,
„Ich brauche gerade eine Pause.“
Du musst nichts vorbereiten. Keine Ausrüstung, kein freier Nachmittag. Die Übungen dauern zwischen einer und zwei Minuten, oft kürzer.
Zur Praxis →„Ich übe schon und frage, wer da übt.“
Die Texte des Shaiva-Tantra stellen diese Frage seit über tausend Jahren. Ihre Antworten sind Hinweise auf das, was beim Üben schon geschieht.
Zu den Texten →„Was ist Bewusstsein?“
Neurowissenschaft und Kaśmīr-Śaivismus zeigen auf denselben Punkt, ohne voneinander zu wissen. In der Spannung dazwischen liegt etwas Fruchtbares.
Zur Philosophie →„Ich praktiziere Yoga und kenne Momente, in denen das Gewöhnliche durchsichtig wird.“
Tantrik Yoga ist ein anderer Blick auf das, was du beim Üben schon erlebst.
Diesen Momenten nachgehen →Eine Rückkehr ins Leben.
So, wie es gerade ist.
Tantra heißt wörtlich Gewebe, im Shaiva-Tantra auch: Lehrtext. Tantrik Yoga ist hier eine philosophische Praxis aus dem nondualen Shaivismus Kaschmirs. Sie beginnt beim Körper, beim Atem, bei der Empfindung.
an dem sich das Gewahrsein zeigt.
Im Zentrum steht Gewahrsein, das, was in jeder Erfahrung schon da ist. Was fehlt, ist nicht das Gewahrsein selbst. Es ist das Wiedererkennen.
Ein Text. 112 Verse.
Das Vijñāna Bhairava Tantra stammt aus dem Kaschmir des achten Jahrhunderts. Es ist eine Sammlung von Zeigegesten: auf Momente im gewöhnlichen Erleben, in denen das Gewahrsein sich selbst erkennt.
Bhairavī fragt. Bhairava antwortet. Der Text beginnt mit einer Frage, die sich nicht schließt.
Yoga am Montagabend
Alle paar Wochen ein kurzer Text. Kein Programm. Keine Werbung.
Manchmal eine Praxis-Einladung. Manchmal ein Gedanke, der beim Schreiben nicht losgelassen hat.