⚠️ Wenn Achtsamkeit kratzt – Über Reiz, Widerstand und Schutz

🛑 Triggerhinweis

Dieses Kapitel berührt Themen wie Überforderung, Überreizung und innere Abwehrreaktionen. Bitte lies nur weiter, wenn du dich sicher fühlst – oder begleite dich bewusst. Pausen sind erlaubt. Schutz ist klug.

✨ Wenn Spüren nicht weich ist

Du setzt dich hin. Willst zur Ruhe kommen. Und plötzlich wird alles zu viel: Druck im Brustkorb, Kribbeln auf der Haut, Gedanken rasen. Achtsamkeit kratzt. Und du willst nur weg.

Diese Seite ist für dich – wenn du spürst, dass etwas wehtut, obwohl du eigentlich zur Stille wolltest.

🧘 Praxis: Bleib. Oder geh.

Dauer: 90 Sekunden – Ort: Dort, wo du dich fast ablenkst.

  1. Setz dich. Nicht bequem. Nur echt.
  2. Spür, was sich regt. Oder gar nichts.
  3. Halte es aus. Ohne Deutung. Ohne Plan.
  4. Wenn du gehst – geh bewusst.
  5. Wenn du bleibst – atme. Nicht für Ruhe. Nur, weil du noch da bist.

🧠 Spürwissen: Nervensystem ohne Trost

Dein System will keine Methode. Es will Sicherheit. Oder gar nichts. Wenn Achtsamkeit kratzt, ist das kein Zeichen für dein Scheitern – sondern für Selbstschutz.

Stephen Porges spricht vom „neurozeptiven Lauschen“: dein Körper hört Gefahr, bevor du etwas fühlst. Was du als Widerstand wahrnimmst, könnte deine beste Grenze sein. Und genau dort beginnt Spüren.

💬 Reflexion: Was kratzt zuerst?

  • Der Atem? Die Erwartung? Die Haltung?
  • Oder: die Tatsache, dass du nichts tun kannst?
  • Was passiert, wenn du das alles nicht auflöst – sondern einfach bemerkst?

Vielleicht willst du fliehen. Vielleicht bleibst du trotzdem. Und spürst dich – nicht als Lösung. Sondern als Kontakt.

📚 Weiterführende Quellen

🌙 Poetischer Ausklang

Vielleicht war dir das zu viel.
Oder zu nah.
Vielleicht wolltest du gehen –
aber bist geblieben.
Nicht weil es angenehm war –
sondern weil du dich gespürt hast.
Kratzend. Echt. Genug.
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