Tantrik Yoga Eric Steinert

Praxis

Praxis

Du musst nichts
vorbereiten.
Du kannst jetzt anfangen.

Tantrik Yoga als Praxis bedeutet nicht: eine Stunde auf der Matte, Kerzen, Stille. Es bedeutet: dieser Moment — während du liest, während du atmest, während irgendetwas in dir registriert, dass du gerade hier bist.

EINSTIEG
2 Minuten Überall möglich Keine Vorkenntnisse

Die Pause zwischen zwei Atemzügen

Atme jetzt aus — ruhig, ohne Anstrengung. Lass den Atem einfach enden. Irgendwo endet er. Nicht weil du ihn anhältst — er endet einfach.

Und bevor der nächste Atemzug beginnt, ist kurz nichts. Kein Einatem noch. Kein Ausatem mehr. Dieser Moment gehört dir nicht. Er geschieht nur.

Bleib dort — eine Sekunde, zwei Sekunden. Du musst nichts tun. Du musst nichts halten. Schau einfach, was da ist, wenn der Atem kurz aufgehört hat, etwas zu wollen.

Das ist alles. Das ist genug.

TIEFER GEHEN

Wer länger bleibt,
geht tiefer.

Die Übungen hier dauern zwischen einer und zwei Minuten — oft kürzer. Manche weniger. Sie stammen aus dem Vijñāna Bhairava Tantra — einem Text aus dem Kaschmir des achten Jahrhunderts, der 112 Techniken beschreibt, wie das Gewahrsein sich selbst erkennen kann.

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt zum Anfangen. Kein Level, das man erst erreichen muss. Wer kommt, kommt wenn er kommt.

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